Naturräumliche Besonderheiten

Kalkmagerrasen

Vor Millionen von Jahren bildeten sich über dem Buntsandstein Kalkschichten. In der Folge konnte sich eine für den Spessart ungewöhnliche Flora und Fauna entwickeln. Schafherden halten heute die wertvollen Orchideenwiesen und Wachholderheiden offen, um eine Verbuschung zu verhindern.

Wiesbüttmoor

Klein, aber fein. Das Wiesbüttmoor ist das einzige seiner Art im Spessart. Seltene Arten wie Kreuzotter, Arktische Smaragdlibelle, Wollgras oder Sonnentau kommen hier vor. Ein Rundweg mit einem kleinen Steg und Informationstafeln führt den Besucher um das Moor herum.

Schiffslache und Rote Lache

Feuchtgebiete erster Klasse haben sich hier erhalten. Fast alle Libellenarten der Mainebene kommen vor, verschiedenste Amphibienarten laichen ab, Ringelnatter und Eisvogel sind regelmäßig anzutreffen und der Graureiher sucht nach Nahrung.

Beilstein

Der Beilstein zwischen Villbach und Lettgenbrunn ist ein durch Erosion frei gelegter Basaltdurchbruch, der vor etwa 10-20 Millionen Jahren durch Vulkantätigkeit entstanden ist. Neben kugeligen Basaltformationen sind auch die charakteristischen Basaltsäulen an den Felswänden zu erkennen. Der Beilstein ist damit nicht nur eine geologische, sondern auch eine botanische Rarität im sonst vom Bundsandstein beherrschten Spessart. Der wärmespeichernde Basalt an den schwer zugänglichen Felsen ist ideal für bedrohte Pflanzen wie Pechnelke, Mauerraute, Graslilie, Türkenbundlilie und Tüpfelfarn. Eine große Basalthöhle dient verschiedenen Fledermausarten als Überwinterungsplatz. Wegn seiner besonderen Naturausstattung ist der Beilstein zum Naturschutzgebiet erklärt worden.